21. Februar 2024

Minolta XD-7

Auf der Suche nach einer X-700 bekam ich diese XD-7 angeboten. Zu einem Preis, bei dem ich niemals „Nein“ sagen konnte. Dabei waren noch zwei Tamron Adaptall-II Objektive. Die konnte ich gut verkaufen, so dass ich mir von dem Geld ein Minolta MD Rokkor 1,4/50 mm und den passenden Motorwinder zugelegt habe. Einen Originalgurt bekam ich dann auch noch von einem Freund, so dass die XD-7 jetzt ganz „old-school“ da steht.

Das Leder ist leider an einigen Stellen abgelöst, ich muss jetzt mal überlegen, ob ich versuche, die kleinen Stellen auszubessern, oder aber der Kamera eine neue Belederung spendiere. Das würde dann für mich bedeuten, dass die Kamera nicht mehr zu 100% im Original da steht. Mal schauen, manchmal muss man auch Kompromisse eingehen.

Von der XD-7 gab es fünf verschiedene Versionen, sie unterscheiden sich aber nur in der Ausführung und lassen sich recht einfach zuordnen. So ist bei einigen der Belichtungskorrekturhebel aussen, bei anderen innen. Die erste Version von 1977 hatte einen kleinen Metallschalter als Belichtungskorrekturhebel, bei allen anderen war dieser aus Kunststoff. Danaben war die „125“ zunächst in weiss, später in grün auf dem Verschlußzeitenrad gefärbt. Die letzte Version kam dann schon mit dem neuen Minolta-Logo. Zudem haben die ersten Versionen Probleme mit der Belederung, die im Laufe der Zeit schrumpft.

Es gibt ausserdem auch verschiedene Bezeichnungen der Kamera. In Japan hiess sie schlicht und einfach XD, auf dem amerikanischen Markt XD-11 und in Europa XD-7. Es gibt auch noch eine XD-s, die aber nur auf dem japanischen Markt offiziell verkauft wurde und die hat dann auch noch eine Dioptrieneinstellung am Okular, allerdings fehlt dann der Okularverschluß.

Bei meiner XD-7 liegt die Belichtungskorrektur am Rückspulknopf aussen. Der musste eingedrückt und gedreht werden. Das hatte damals das Problem, dass der Kameragurt beim Tragen den Knopf reindrückte und die Belichtungskorrektur verstellt wurde. Bei späteren Modellen ist die Taste um ca. 90° nach rechts verlegt worden. Des weiteren hat meine XD-7 eine grün unterlegte 1/125-Verschlusszeit und damit lässt sich die Kamera relativ gut als Version 3 von 1980 einordnen.

Die Minolta XD7, auch bekannt als XD11 in Nordamerika, wurde in den 1970er Jahren von der japanischen Firma Minolta hergestellt wurde. Sie war Teil von Minoltas XD-Serie und wurde 1977 eingeführt. Die Kamera war für ihre fortschrittliche Technologie und ihre Benutzerfreundlichkeit bekannt.

Die Minolta XD7 zeichnete sich durch mehrere innovative Merkmale aus, die sie zu ihrer Zeit zu einer beliebten Wahl unter Fotografen machten. Ein herausragendes Merkmal war ihre Belichtungsmessung. Die Kamera verfügte über eine sogenannte „Off-The-Film“ Belichtungsmessung, bei der die Belichtung während des Filmtransports gemessen wurde. Dies ermöglichte eine präzisere Messung und eine bessere Kontrolle über die Belichtungseinstellungen.

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal war die Verwendung von LEDs im Sucher, die den Fotografen über die aktuelle Belichtung informierten. Dies half dabei, die richtige Belichtungseinstellung schnell zu finden. Die Kamera bot auch eine Blendenautomatik, bei der die Kamera automatisch die passende Verschlusszeit zur eingestellten Blende wählte.

Die Minolta XD7 war robust gebaut und verfügte über eine hochwertige Verarbeitung. Sie bot eine breite Palette von Wechselobjektiven und Zubehör, was sie vielseitig und anpassbar an verschiedene Fotografiearten machte. Die Kamera war sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Fotografen geeignet, da sie sowohl automatische als auch manuelle Belichtungseinstellungen bot.

Mit der Einführung von Autofokus- und digitalen Kameras verlor die Minolta XD7 im Laufe der Zeit an Bedeutung. Dennoch bleibt sie ein Stück Fotografiegeschichte, das für ihre technologischen Innovationen und ihre Qualität geschätzt wird. Sammler und Fotografie-Enthusiasten schätzen die XD7 noch heute als eine nostalgische Erinnerung an die Ära der analogen Fotografie.